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Rüstzeug für das Fachabitur

Zehn Schlucke Wasser trinken gegen Blackout und andere Tipps und Tricks aus der Lernforschung bringen 61 Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule des Berufskollegs Ennepetal von Norderney mit nach Hause.  An vier Tagen bereiteten sie sich in fünf Modulen intensiv auf ihre Abschlussprüfungen im Mai vor. Fünf Lehrkräfte und eine Schulsozialarbeiterin haben sie auf die Insel begleitet und ihnen mit vielen Lern- und Wiederholungsangeboten eine Menge Rüstzeug für das Bestehen des Fachabiturs mit auf den Weg gegeben. Neben allgemeinen Tipps zum Lernen erhielten die Jugendlichen die Chance, wichtige Inhalte der vier Prüfungsfächer zu wiederholen und zu vertiefen. Zur Entspannung zwischen den Modulen stand natürlich auch eine Lehrstunde im friesischen Nationalsport Boßeln auf dem Stundenplan. 

“Glück auf!” Exkursion der HHU ins Bergbaumuseum Bochum

„Glück auf“ sagte der Bergmann im Ruhrgebiet bis 2018, als die letzte Zeche im Ruhrgebiet ihre Pforten bis auf Weiteres schloss. Eine Ära ging zu Ende, die den Lebensraum, den Lebensstil und das Image des „Potts“ und seines Umlandes die letzten Jahrzehnte entscheidend prägte. Auf diese Spuren begaben sich am 07.05.2019 auch die Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule des Berufskollegs Ennepetal. Da die Hauptausstellung für Besucher unter der Woche derzeit aufgrund von Umbaumaßnahmen geschlossen ist, stand den Schülerinnen und Schülern die kleinere Ausstellung im Nebengebäude zur Verfügung. In dieser konnten sie auf rotierenden Bildern mehr über die früheren Abbaubedingungen im Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet sowie über die „Heilige Barbara“ (Schutzpatronin der Bergleute) erfahren. Anschließend erfolgte eine Führung durch das in ca. 17 Meter Tiefe liegende Anschauungsbergwerk. Dort lässt sich erahnen unter welchen Bedingungen die Bergleute arbeiteten und heute noch arbeiten, allerdings unter weitaus angenehmeren Besichtigungsbedingungen. Die Zeitreise beginnt mit den ersten erdoberflächennahen Kohlefunden im Raum Witten und endet in den Tiefen des modernen und vollautomatisierten Bergbaus mit hydraulischen Abbauschilden. Das ein oder andere Abbaugerät dürfte auch von den Schülerinnen und Schülern in Betrieb bestaunt werden. Zum Abschluss der Führung stand eine Seilfahrt im Seilfahrtsimulator an, bevor es aus dem Bergwerk hoch hinauf auf den Förderturm mit Aussichtsplattform ging. Das heutige Ruhrgebiet von „oben“, zumindest aus knapp 62 Metern Höhe, stellt den Schlusspunkt der Zeitreise durch den Steinkohlebergbau dar. „Glück auf“ bis zum nächsten Mal.